The Quentin Tarantino Archives logo

"Videogemetzel im Kinderzimmer..."


#1

Hatte von Yoshi den Hinweis auf die Frontal 21 Sendung im TV gelesen und daher mal auf der HP gelesen:

<LINK_TEXT text=“http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,187 … 75,00.html”>http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/19/0,1872,2211475,00.html</LINK_TEXT>



Hier ein paar Ausschnitte aus dem Text.



Video-Gemetzel im Kinderzimmer

Killerspiele und Behördenversagen

Nach Recherchen von Frontal21 sind immer brutalere Computerspiele im Handel. Im Mittelpunkt der menschenverachtenden Spiele wie “Doom 3”, “Mortal Kombat: Deadly Alliance”, “Resident Evil” oder “Silent Scope 3” geht es um die realistische Darstellung von Auftragsmorden, Morden mit Kettensägen oder das grausame Verstümmeln von Frauen. …


Und dann kommt gleich die Schlußfolgerung:

[i]Erfurt vor zwei Jahren: Im Blutrausch tötet ein Schüler Lehrer und Mitschüler, wie im Computerspiel. Der Täter war begeisterter Nutzer dieser Gewaltspiele. Das Entsetzen ist groß. Nach Erfurt soll ein neues, schärferes Gesetz Jugendliche schützen, speziell vor den brutalen Computerspielen.

Nur 23 ohne Freigabe

Die Unterhaltungssoftware Selbstkontrolle (USK), ist jetzt gemeinsam mit den Obersten Landesjugendbehörden für die Alterseinstufung verantwortlich. 3500 Spiele sind hier geprüft worden, fast alle sind im Handel. Nur 23 Spiele haben keine Freigabe bekommen.

Im Amt herrscht Selbstzufriedenheit. Jürgen Hilse, Vertreter der Länder im USK sagt: "Man kann über einzelne Sachen immer diskutieren, man kann immer unterschiedlicher Auffassung sein. Aber ich denke, dass sich die Freiwillige Selbstkontrolle in diesem Bereich absolut bewährt hat."

Sie soll sich bewährt haben? Ein Hohn bei Spielen wie “Hit Man Contracts”: Sinnloses Morden im Sanatorium ist hier Spielinhalt. Eine Vorgängerversion hat die damals zuständige Bundesprüfstelle noch indiziert, das heißt, es konnte nicht offen gekauft werden, das Spiel gab es nur unter der Ladentheke.



Mit den Frontal21-Recherchen konfrontiert, sind mehrere Innenminister alarmiert. Brandenburgs Ressortchef Jörg Schönbohm erklärt: “Dass nunmehr durch die unabhängige Selbstkontrolle Filme und solche Spiele nicht indiziert und damit verboten werden, ist nicht akzeptabel. Was umso schwieriger ist, wenn man sich überlegt, dass die Vorgängerspiele von einer ähnlichen Brutalität und Grausamkeit schon von der Bundesprüfstelle verboten wurden und jetzt nicht. Hier muss eingegriffen, hier muss etwas geändert werden.”



Sein nordrhein-westfälischer Amtskollege Fritz Behrens ist ebenfalls für ein Umdenken: “Dies steht diametral den Wertentscheidungen unseres Grundgesetzes entgegen. Und ich denke, dass man sich anschauen muss, ob die gesetzlichen Grundlagen heute richtig und vollständig sind, ob sie funktionieren. Oder ob man sie vielleicht auch verändern muss. Und die Frage ist, ob der praktische Gesetzesvollzug und die Ãœberprüfung ausreichend ist. Darüber muss man in Deutschland Diskussionen führen. Denn so wie es ist, kann es nicht bleiben.”



Hilse verteidigt die Haltung der USK: “Noch einmal: Gerade bei ‘Mortal Kombat’, das kann man sicherlich sagen, ist viel Gewalt im Spiel. Andererseits haben sie einen hohen Distanzierungsgrad. Im Spiel sind beispielsweise sehr fiktionale, comicartige Figuren. Man kann also ganz viel über diese Spiele inhaltlich diskutieren.”



Hilse weiter: “Wir reden auch bei ‘Mortal Kombat’ über Erwachsene, und nicht über eine Jugendgefahr. Ich muss das noch einmal sagen, weil sie immer wieder sagen, die Spiele beinhalten dies und jenes. Es ist die Frage: Darf man diesen Inhalt Erwachsenen zumuten!”



Bayern will jetzt nicht nur die Kontrolle verbessern, es will solche Spiele ganz verbieten. Der bayerische Innenminister Günther Beckstein sagt dazu: “Wir brauchen Herstellungsverbote. Denn die Technik hat sich so entwickelt, dass der einzelne Träger dieser Spiele nicht mehr sehr viel kostet, so dass der Preis für Verleihen und Verkaufen nicht mehr sehr unterschiedlich ist. Wenn etwas auf dem Markt ist, dann wird es immer von Jugendlichen erworben und dann auch schwarz kopiert und weiter vertrieben.”

[/i



Hier gibt es noch was zu lesen:

<LINK_TEXT text=“http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,187 … 44,00.html”>http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/20/0,1872,2051444,00.html</LINK_TEXT>





Wüßte gerne mal, was ihr davon haltet.


#2

So gut wie nix. Bin, wie fast meine gesamte Generation, mit Alkohohol, brutalen Filmen und Spielen sowie Pornographie aufgewachsen und denke, doch noch einigermaßen im normalen Bereich gelandet zu sein.



Ein Produktions-, Handels- oder gar Besitzverbot, das vor allem Erwachsene treffen würde, stellt weiterhin einen Grundrechtsverstoß dar, den die Jungs erstmal rechtfertigen müssen. Alles Schaumschlägerei, das.


#3

Interessant das ausgerechnet die Medien Gewalt anprangern müssen ::slight_smile:

Ist einfach ein schlechter Versuch möglichst einfach jemanden an den pranger zu stellen,udn nebenbei hat man mal wieder was zu berichten :-</E>



Aber mal davon abgesehen war das die seit langem schlechteste “doku” vom ZDF die ich gesehen habe,ich hoffe die senden nciht dauernd son mist udn ich merk das dank fehlendem wissen und naivität nicht ???


#4

Ich sehe nur sehr selten TV. Wie ist die Sendugn denn sonst so?

Fand das auf der HP ziemlich plakativ und schlecht recherchiert.



Auch so “Dummsprüche” von wegen Herstelleung verbieten. Das man sowas einfach stehen läßt, ohne mal die europäischen Gesetze zu betrachten… Für einen Journalisten doch peinlich.


#5

da ich im clan spiele und somit in der sogenannten e-sports szene aktiv bin, haben wir auch schon das thema intern besprochen… die meinung war ziemlich einseitig.





aber noch was feines… http://www.djuniversum.de/frontal21verarsche.avi



das find ich sehr genial



PS: leider kann ich das grad nicht weiter ausführen weil ich grad tv gucke, aber sobald ich zeit gefunden hab, werd ich nochmal was dazu schreiben ;D


#6

jaja, da hacken sie wieder auf den videospielen rum… die armen videospiele. die einzige, die aggressiv davon werden sind die reporter…


#7

Ich weiß ncih bo das weit hergeholt ist,aber eigentlich dürfte es doch keinen Unterschied zwischen gealt in Filmen Büchern oder Video Spielen geben,oder?Das ich nicht wirklich auf Menschen schießen will wen ich CS zogge bestreitet ja keiner ???

Wiesi beschwert sich keiner bei King Büchern doer völlig normalen krimis in dehnen geschoßen wird ohne nachzuladen?


#8

oh doch da gibt es gewaltige unterschiede :wink:



und zwar, bei videospielen übt man selbst gewalt aus, man ist der protagonist, bei einem film wird einem die gewalt nur vorgeführt, man wirkt nicht aktiv dabei mit, wie bei einem spiel, bei einem buch ist das ganze nicht so schlimm, weil man keine gewalt darstellt sondern sie nur beschreibt und sie sich nur in deiner fantasie abspielt…



aber du hast sicherlich recht damit, dass man das alles nicht mit der realität vergleichen kann. ich denke jede normale mensch kann das unterscheiden und weiß, dass wenn man einen im wirklichen leben umbringt, dass der nicht nächste runde wiederkommt. total aburt…


#9

Aber denk doch mal (würg da werden Erinnerungen an den Deutsch LK wach augenverdreh) an Bücher, wie “Die Leiden des jungen Werther”, da wurde doch damals auch gesagt, daß Buch sei gefährlich. Es hätten sich junge Menschen selbst getötet, nachdem sie es gelesen hätten.

Scheinbar wurde dem Medium Buch (dem Wort) doch zu anderen Zeiten eine ganz andere Bedeutung zugemessen.



Kann eigentlich in dem Kontext was zum Verbot von Büchern im allgemeinen sagen?


#10

ich hab grad was ganz interessantes gefunden, wie ich finde auf jeden fall lesenswert oder hörenswert. und zwar auf der USK-Seite.

http://helliwood.mind.de/~usk/main/show.php?id=6



wer zu faul zum lesen ist, kann sich das ganze auch anhören ;D

http://www.usk.de/feature/feature2002.ram


#11

[quote=“ChosenClone”]
und zwar, bei videospielen übt man selbst gewalt aus, man ist der protagonist, bei einem film wird einem die gewalt nur vorgeführt, man wirkt nicht aktiv dabei mit, wie bei einem spiel, bei einem buch ist das ganze nicht so schlimm, weil man keine gewalt darstellt sondern sie nur beschreibt und sie sich nur in deiner fantasie abspielt…
[/quote]
hmmm jeeinn ;D

Wenn ich Video Spiele Spiele,spiele ich sie aktiv,das stimmt,aber ich “töte” nicht mehr aktiv als wenn cih ein Buch lese in dem gemordet wird.Wenn cih in cs das Fadenkreuz auf jemanden richte denkt mein hirn nich jetzt töte ich den,ich ziele ganz einfach wie beim tennis golf der sonstwas.Das da nun Polygon Figuren stehen die wie Menschen aussehen hat den einfachen Grund das Menschen sich nru Scenarien ausdenken können die sie aus ihrer Umwelt schon kennen.Man könnte jedem krimi Autren sagen bau doch was anderes ein als Mord und Totschlag,das kann ja nicht das einzig Spannungsbringende für ein Buch sein,ist es aber,alles was in der Realität nicht spannend ist kann man in einem buch nicht verwenden um Spannung zu erzeugen,alles was Spannung bringt ist moralisch nicht vertretbar udn etwas völlig anderes als das was wir aus unserer Umwelt kennen können wir uns gar nicht ausmalen.

Alle “Fantasy” Filme oder Bücher sind ja auch alles andere als fremde Dinge für uns,Star Wars der Herr der Ringe oder der Planet der Affen,alles nur Abbilder unserer jetzigen Welt.


#12

[quote]Wenn ich Video Spiele Spiele,spiele ich sie aktiv,das stimmt,aber ich “töte” nicht mehr aktiv als wenn cih ein Buch lese in dem gemordet wird.Wenn cih in cs das Fadenkreuz auf jemanden richte denkt mein hirn nich jetzt töte ich den,ich ziele ganz einfach wie beim tennis golf der sonstwas.Das da nun Polygon Figuren stehen die wie Menschen aussehen hat den einfachen Grund das Menschen sich nru Scenarien ausdenken können die sie aus ihrer Umwelt schon kennen.[/quote]

naja, doch in einem spiel töten man aktiver als in einem Buch, weil man es eben selbst macht. Beispiel: der der jemanden erschiest wird mehr bestraft als der der nur zuschaut. ist zwar nicht das optimale beispiel, aber man könnte es damit vergleichen. und natürlich sind es nur polygon figuren, in filmen sind es aber auch nur schauspieler und in büchern auch nur ausgedachte, gar nicht exsistierende, menschen. und da muss man jetzt differenzieren.


#13

So und nun die Kehrtwendung durch den Spiegel





Habe ein paar Zeilen hierher gepostet, den super langen Artikel bitte unter dem link lesen.



Von “Medienverwahrlosung” war kürzlich im ZDF die Rede und von Computerspielen, die dumm machen. Dabei sind sich Wissenschaftler höchst uneins, wenn es um die Auswirkungen des Gaming geht. Studien belegen sogar, dass Spielen schlau, schnell und flexibel machen kann

Für viele Eltern war es wohl ein vorweihnachtlicher Schock: Computerspiele machen dumm, so die Quintessenz eines Beitrags im ZDF-Magazin “Frontal 21” am 30. November. Hatte man da etwa eben beim Geschenke-Einkauf den Grundstein für den geistigen Abstieg des eigenen Nachwuchses gelegt?



Basis für die Frontal-21-These war eine Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen, eines als gemeinnützig anerkannten Vereins. Die spärlichen vorab veröffentlichten Ergebnisse zeigen vor allem eins: Wer mehr als vier Stunden am Tag fernsieht, ist auch schlechter in der Schule. Kinder, die Computer, Fernseher, Game-Konsole und DVD-Player im Kinderzimmer stehen haben, lesen im Schnitt weniger als ihre mit Hardware nur schlecht ausgestatteten Altersgenossen.



“Heute”-Moderatorin Petra Gerster etwa verglich Computerspiele in einer Talkshow mit “Gift in Lebensmitteln”,



Der tatsächliche Stand der Forschung auf diesem Gebiet spricht eine ganz andere Sprache.

Computer- und Videospiele, so die Schlussfolgerungen vieler Forscher, können sich durchaus positiv auf die geistige Entwicklung von Kindern und Jugendlichen auswirken - wenn sie in Maßen genutzt werden.



“Viele Computerspiele fördern die gleichen Fertigkeiten, die in nicht-sprachlichen Intelligenztests geprüft werden”, stellte etwa eine Forschergruppe um Kaveri Subrahmanyam von der California State University in einem Ãœberblicksartikel fest. "Computerspiele haben einen unmittelbaren positiven Einfluss auf bestimmte räumliche Fähigkeiten, auf die Vorstellungskraft und die Aufmerksamkeit", so die Psychologen, die knapp achtzig einschlägige Veröffentlichungen analysiert hatten.



Shawn Green von der University of Rochester etwa zeigte gemeinsam mit einer Kollegin, dass erfahrene Spieler deutlich besser in Aufgaben abschneiden, in denen es um kontrollierte Aufmerksamkeit geht, und darum, sich einen schnellen Ãœberblick zu verschaffen. Seinen in Spielen wie “Grand Theft Auto 3”, “Half-Life” oder “Counterstrike” geschulten Versuchspersonen gelang es in einer eigens entworfenen Aufgabe besonders gut, Wichtiges von Unwichtigem auf einem Computerbildschirm zu unterscheiden: Sie erkannten bestimmte Suchobjekte schneller, auch wenn die von ablenkenden Figuren umgeben waren.



ließen sich durch störende Reize nicht so leicht ablenken und konnten neu gezeigte Bilder schneller und sicherer erfassen.



Dass sich Ballern tatsächlich lohnen kann, zeigte ein weiteres Experiment: Wenn Anfänger zehn Tage lang vor dem Bildschirm geübt hatten, verbesserte sich auch ihre Aufmerksamkeitsleistung. Dabei war “Medal of Honor” als Trainingsgerät sogar noch effektiver als “Tetris”.



Eine Forschergruppe an der London University fordert inzwischen sogar, Computerspiele als Lernstoff in den Unterricht zu integrieren. “Spiele sind eine legitime kulturelle Ausdrucksform und verdienen die gleiche kritische Betrachtung in der Schule, die Film, Fernsehen und Literatur zuteil wird”,




Und nun?