Seb's KINOTIPS

A History of Violence (2005)

Regie: David Cronenberg

Darsteller: Viggo Mortensen, Maria Bello, Ed Harris und William Hurt



FSK: k.J.







http://www.kino-eggenfelden.de/filmdetails.php?fid=273



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Worum gehts?

Tom Stall (Mortensen) betreibt ein kleines Café in einer idyllischen, ruhigen Kleinstadt. Er hat zwei Kinder und eine schöne Frau (Maria Bello). Eines tages, kurz nach Ladenschluss, kommen zwei Serieneinbrecher in seinen Laden und setzen ihn und seine angestellten unter Druck, drohen, seine Kollegin zu erschiessen. Todesmutig und geistesgegenwärtig erschiesst er beide Ganoven in Notwehr. Er wird zum Held der Kleinstadt.

Doch plötzlich sind nicht nur Reporter an ihm interessiert, sondern auch ein fadenscheiniger Mafiosi aus Philadelphia (Ed Harris), der auch Stalls Frau ins Grübeln bringt, warum ihr Mann wohl so gut ist im Leute erschiessen.

Während der Mafiosi versucht, Stall an seine wohl doch nicht so familientaugliche Vergangenheit bloßzulegen, fängt auch Stalls Frau an, misstrauisch zu werden.

Doch die Gewalt nimmt kein Ende, und es müssen noch viele sterben, bis wieder Ruhe einkehrt bei Familie Stall.



Meine Meinung

A History of Violence ist - und das sollte man im Auge behalten - ein Film, der genau das einhält was er per Titel verspricht: Ein Film über Gewalt. Er mag noch so ruhig sein, so Action-los und so unbekannt, aber im Kern ist es ein sehr brutaler Film.

Gefallen hat mir eben genau dieser Kontrast. Diese idyllische Ruhe, das realitische Portrait einer Familie und dann die plötzlichen Gewaltausbrüche im Leben des Familienvaters. Wie geht er damit um? Wieso macht er es? Was passiert? Woher kommt es? Hört es wieder auf oder wird es schlimmer?

Dieser - durchaus auch innere - Konflikt wird von Aragorn-Darsteller Viggo Mortensen meiner Meinung nach sehr gut dargestellt. Ed Harris ist wunderbar böse als der einäugige Ganove und Maria Bello tut ihr bestes, in dem Film die junge Frau zu spielen (neben der Gewalt ein Grund, warum der Film auch sicher nichts für nicht-Erwachsene ist).

David Cronenberg hat schon warlich bizarrere Filme gemacht (zB ExistenZ), aber dieser hier ist wie ein kleines Spiegelbild der REalität. Nur eben… krasser.



Wer etwas Abwechslung braucht zwischen Narniascher Christenpropaganda und Potter-Mainstream, dem empfehle ich diesen Film. Ich vergebe 3 Sterne weil der Film nicht überragend ist, und einen miserablen Schluss hat, aber er ist sehr unterhaltsam, interessant und mutig.